Willkommen im Blog

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Die BA-BI Schweinfurt ist der Zusammenschluß der seit 1972 bestehenden Bürgeraktion Umwelt- und Lebensschutz u. der - nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl - 1986 entstandenen Bürgerinitiative gegen Atomanlagen. Wir kämpfen für den sofortigen Ausstieg aus der Atomwirtschaft, jetzt nach der Abschaltung "unseres" im 5 km Radius zur Stadt Schweinfurt gelegenen AKW Grafenrheinfelds für einen gesicherten Rückbau und engagieren uns aktiv für die Energiewende.
----- KKG Stilllegung und Rückbau - Einwendungen möglich bis 27.7.2016- Stellungnahme zum Ergebnis der Entlagerkommission
http://schweinfurt-ba-bi.blogspot.de

Mittwoch, 20. April 2016

Sonntag 24. April 2016, 14 Uhr - Andacht, Kundgebung, Gäste, Musik, Kaffee am AKW - Jahrestage Tschernobyl und Fukushima

30 bzw. 5 Jahre sind seit Tschernobyl  und Fukushima vergangen und die Situationen zu den noch laufenden Reaktoren sind brisanter den je.  Am heutigen Tag hat die  Bundesregierung, Belgien gebeten, zwei seiner Atomreaktoren wegen tausender feiner Risse vom Netz zu nehmen. Meldungen der letzten Tage zeigen uns, dass die Sicherheitsprüfungen in unseren eigenen Atomkraftwerken sowie im Ausland sabotiert wurden/werden und geplante Terroranschläge auf AKWs im In- bzw. den Nachbarländern stehen nun akut im Blickfeld von Bürgern und Politikern.

Anlässlich der beiden Jahrestage lädt die BA-BI Sie alle ganz herzlich
am Sonntag den 24. 4. 2016 um 14 Uhr zu einer feierlichen ökumenischen Andacht mit Kundgebung am Wegkreuz des AKW Grafenrheinfeld ein,  
um der Opfer von Tschernobyl und Fukushima in Erinnerung und Gebeten zu gedenken.
 
Wir freuen uns, dass wir für die ökumenische Andacht wieder Pfarrerin Eva Loos und Pfarrer Franz Feineis gewinnen konnten, unterstützt von Maria Mündlein und Elmar Rachle. Mit vielen gelben mahnenden, wie erinnernden Gebetsfahnen wollen wir unsere Verbundenheit  mit den Opfern zeigen und anschließend informieren. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von “Den Jungen Sennfeldern”. Mit Kaffee und Kuchen lassen wir die Veranstaltung dann ausklingen.

Als weitgereisten auswärtigen Gast, der uns einen österreichisch-tschechischen Blickwinkel aufzeigen wird,  begrüßen wir an diesem Tag herzlich Jakub Šiška  v. Bürgerverein Sonne und Freiheit aus Prag und freuen uns über die Redebeiträge von Sigi Hagl vom Landesvorstand B 90/Grüne u.a. Den Auftakt der Kundgebung beginnen wir mit Hans Fischer, Kreisrat, SPD u. ehem. Bürgermeister Schwebheim danach B. Günther Sprecherin SWAB.

Unser Ehrengast vom großen Abschaltfest die uns auch diesmal unterstützen wollende Gudrun Pausewang, wird aus gesundheitlichen Gründen leider nicht teilnehmen können. Wir wünschen und senden ihr an dieser Stelle nach Bamberg ganz herzlich alles Liebe und Gute für eine schnelle Genesung.
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 "Am 26. April 1986 kam es zum Super-GAU im AKW Tschernobyl in der Ukraine und am 11. März 2011 zum Super-GAU in Fukushima. Beide Atomkatastrophen dauern bis heute an, mit gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen von immensem Ausmaß. Wir gedenken den Opfern und wollen mahnen. Und wir wollen den Atomausstieg und die Energiewende in Deutschland und weltweit beschleunigen. Das AKW Grafenrheinfeld wurde 2015, nach 34 Betriebsjahren, zwar vom Netz genommen, aber der Rückbau ist mit großen Sicherheits- und Strahlengefahren verbunden. Das Atommülllager in dem 88 Castoren gelagert werden ist bis 2046 genehmigt. Es gibt weltweit (noch) kein sicheres Atommülllager!

Noch in diesem Jahr wollen CDU und CSU im Bundestag die sogenannte Brennelemente Steuer abschaffen. Das wäre ein Steuergeschenk in Höhe von fünf Milliarden an die AKW Betreiber. Schon 2015 machte EON Druck auf die Regierung, um eine Steuerbefreiung für das AKW Grafenrheinfeld im letzten Betriebsjahr zu erzielen. Dann hätte EON das AKW bis 31.12.2015 weiterlaufen lassen und weiteren Atommüll produziert. In vielen Studien wurde nachgewiesen, dass eine sichere Stromversorgung ohne AKWs möglich ist. Das AKW Grafenrheinfeld wurde im Juni 2015 abgeschaltet – ohne dass es Engpässe in der Stromversorgung gegeben hätte. Wenn es keine Brennelementesteuer mehr geben würde, könnte EON das alte, längst abgeschriebene AKW Grafenrheinfeld schnell wieder in Betrieb nehmen. Das muss verhindert werden – das müssen wir verhindern.

- Keine Steuerbefreiung für AKW – Stoppt das Milliardengeschenk an die Atomkonzerne
- Mehr Tempo beim Atomausstieg in Deutschland und weltweit, bevor es zum nächsten
- GAU kommt"