Willkommen im Blog

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Die BA-BI Schweinfurt ist der Zusammenschluß der seit 1972 bestehenden Bürgeraktion Umwelt- und Lebensschutz u. der - nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl - 1986 entstandenen Bürgerinitiative gegen Atomanlagen. Wir kämpfen für den sofortigen Ausstieg aus der Atomwirtschaft, jetzt nach der Abschaltung "unseres" im 5 km Radius zur Stadt Schweinfurt gelegenen AKW Grafenrheinfelds für einen gesicherten Rückbau und engagieren uns aktiv für die Energiewende.
----- KKG Stilllegung und Rückbau - Einwendungen möglich bis 27.7.2016- Stellungnahme zum Ergebnis der Entlagerkommission
http://schweinfurt-ba-bi.blogspot.de

Freitag, 12. Oktober 2012

Gezielte Lüge von TEPCO: Atomarer Katastrophenschutz - eine Katastrophe?

Ende 1990 befragten wir 1033 zufällig ausgewählte Personen an öffentlichen Plätzen, Schulen und Kindergärten in Schweinfurt zu ihrem Kenntnisstand und Verhalten im Falle einer Reaktorkatastrophe in Grafenrheinfeld. Denn "für den Katastrophenfall setzt das bayerische Inenministerium (als oberste bayerische Katastrophenschutzbehörde) bei der Bevölkerung einen guten Informationsstand und Disziplin voraus."
Damals konnten nur 15 von den 1033 Personen als gut informiert bezeichnet werden: einige Ergebnisse:
Umfrage zum Thema Katastrophenschutz


70 %  fühlten sich durch die Nähe des KKGs bedroht
72 % der Befragten gaben an, dass sie die Stadt auch auf Anweisung nicht ohne ihren Partner oder ohne ihr Kind verlassen würden.
45,1 % hatten damals schon kein Batterieradio mehr, um die Durchsagen bei Stromausfall hören zu können...
Katastrophenschutz rechtzeitige Warnung

wieder ganz aktuell:
Bereits vor 22 Jahren glaubten 81,1 % der Schweinfurter Bevölkerung, dass sie im Falle eines GAUs im AKW Grafenrheinfeld nicht rechtzeitig gewarnt werden würden. 
 
Die heutigen Meldungen aus der Tagespresse zur Atomkatastrophe von Fukushima: Bestätigen  sie das damalige Umfrageergebnis?



"Fukushima-Konzern gibt gezielte Lüge zu"

Die Betreiberfirma Tokyo Electric Power Company (Tepco) räumte am Freitag erstmals ein, das bestehende Risiko verharmlost zu haben, um eine Schließung des Atomkraftwerks aus Sicherheitsgründen zu vermeiden.
"Der Betreiber der Atomanlage im japanischen Fukushima hat nach eigenen Angaben die Gefahren durch einen Tsunami bewusst verharmlost. Demnach wusste Tepco genau über die Risiken Bescheid, hatte aber Angst, das Kraftwerk schließen zu müssen."

 Tepco verheimlichte Atomrisiken bewusst"Hamburg - Dass die Betreiberfirma des Atomkraftwerks Fukushima geschlampt hat, ist bekannt. Doch was nun herauskommt, zeigt das ganze Ausmaß der Dreistigkeit: Der Konzern Tepco hat bewusst die Gefahr durch Tsunamis verharmlost - um eine Schließung des AKW zu vermeiden. Ein Dokument, das Tepco jetzt veröffentlicht hat, listet haarsträubende Missstände auf, die schließlich zur Katastrophe führten.

Lange hatte Tepco versucht, das wahre Ausmaß des Unfalls und seine Ursachen zu vertuschen. Vor diesem Hintergrund wirkt das Dokument, das die Betreiberfirma des AKW jetzt veröffentlicht hat, geradezu schonungslos ehrlich. In einer langen Liste werden die Versäumnisse aufgezählt, die es ermöglicht haben, dass ein Kernkraftwerk in einer Region, die für schwere Erdbeben und Tsunamis bekannt ist, von genau solchen Naturgewalten zerstört werden konnte"

Thema der Stadtratssitzung im März 2011  war auch der Katastrophenschutzplan für die Stadt, den Wiener, Boberg und SPD-Rätin Kathi Petersen als unrealistisches Planspiel abtaten.

In meinen Notizen zu der Sitzung vom 29.3. 2011 habe ich u.a. vermerkt:
Sicherheitsreferent Jügen Montag und Andreas Oesterreich, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt gaben an, dass Katastrophenschutzübungen innerhalb der nächsten 1 - 2 Jahre geplant seien. Im Katastrophenfall gäbe es einen "gestaffelten Ablauf" von Bundeswehr, THW, Feuerwehr und Hilfsorganisationen.

Auch wenn ich bei allen Verantwortlichen die größten Bemühungen annehme........mein ungutes Gefühl bleibt:

Je mehr man übt, desto mehr drängt sich einem der Gedanke auf,
dass ein Unfall bei uns nicht passieren darf.
Dr. Hans Treinies, Leiter des Katastrophenabwehrstabes in Itzehoe