Willkommen im Blog

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Die BA-BI Schweinfurt ist der Zusammenschluß der seit 1972 bestehenden Bürgeraktion Umwelt- und Lebensschutz u. der - nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl - 1986 entstandenen Bürgerinitiative gegen Atomanlagen. Wir kämpfen für den sofortigen Ausstieg aus der Atomwirtschaft, jetzt nach der Abschaltung "unseres" im 5 km Radius zur Stadt Schweinfurt gelegenen AKW Grafenrheinfelds für einen gesicherten Rückbau und engagieren uns aktiv für die Energiewende.
----- KKG Stilllegung und Rückbau - Einwendungen möglich bis 27.7.2016- Stellungnahme zum Ergebnis der Entlagerkommission
http://schweinfurt-ba-bi.blogspot.de

Dienstag, 25. September 2012

Wir dürfen nicht müde werden.

Nach Harrisburg sind wir müde geworden.
Nach Tschernobyl sind wir müde geworden.
Nicht sie werden es machen.
Wir müssen es machen.
Wir müssen schneller sein als das Unglück. 

Noch immer klingen die eindringlichen Worte des Meteorologen und Brokdorf-Aktivisten Dr. Karsten Hinrichsen im Film "Das Ding aus dem Deich" in mir nach.
Antje Hubers berührendes Zeitdokument und die anschließende Diskussion spiegelte in vielfältiger Weise unsere eigenen Emotionen,

alles nicht so einfach....mit dem Atommll....strahlende Kraftwerker
insbesondere auch im Hinblick auf den Rückblick auf 40 Jahre Schweinfurter Antiatomarbeit und die "augenblicklichen" Vorbereitungen einer Ausstellung .  super, was so alles auftaucht....ich hab noch einen Koffer in ....Gaby sichtet
Keine Frage. Wir haben in diesen 40 Jahren viel gemacht,  und  -
und eins......und zwei...........und fnf!!
auch viel erreicht. Ohne die jahrzehntelangen Aktionen und Demonstrationen der vielen regionalen Widerstandsgruppierungen, so auch der BA-BI,  wären wir in Deutschland nicht so weit mit  dem Ausstieg aus der Atomwirtschaft und  der Energiewende.

Nur, "wir dürfen nicht müde werden......wir müssen schneller sein als das Unglück". Das AKW Grafenrheinfeld wie auch andere sind noch am Netz, die Endlagerung ungelöst.










Dazu das was wir alle schon wussten:  "Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als gedacht" und dass die Wissenschaftler der Max-Planck-IGesellschaft mittlerweile auch tatsächlich berechneten: "Westeuropa trägt das weltweit höchste Risiko einer radioaktiven Verseuchung durch schwere Reaktorunfälle". Anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechneten sie, dass Super-Gaus wie in Tschernobyl und Fukushima im momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in 10 bis 20 Jahren auftreten können und damit 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt. Die Wahrscheinlichkeit einer radioaktiven Verseuchung von über 40 Kilobecquerel pro Quadratmeter liegt in Westeuropa bei etwa zwei Prozent in einem Jahr, bei einer einzigen Kernschmelze wären durchschnittlich 28 Millionen Menschen betroffen, in Südasien etwa 34 Millionen, im Osten der USA und Ostasien 14-21 Millionen. 

Ein menschengemachtes Gefahrenpotential dieser Größenordnung,  gab es in der Geschichte der Menschheit noch nie.