Willkommen im Blog

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Die BA-BI Schweinfurt ist der Zusammenschluß der seit 1972 bestehenden Bürgeraktion Umwelt- und Lebensschutz u. der - nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl - 1986 entstandenen Bürgerinitiative gegen Atomanlagen. Wir kämpfen für den sofortigen Ausstieg aus der Atomwirtschaft, jetzt nach der Abschaltung "unseres" im 5 km Radius zur Stadt Schweinfurt gelegenen AKW Grafenrheinfelds für einen gesicherten Rückbau und engagieren uns aktiv für die Energiewende.
----- KKG Stilllegung und Rückbau - Einwendungen möglich bis 27.7.2016- Stellungnahme zum Ergebnis der Entlagerkommission
http://schweinfurt-ba-bi.blogspot.de

Mittwoch, 25. April 2012

26. April 2012 +++ 26. Tschernobyl-Jahrestag Einladung

Auch am diesjährigen dem 26. Jahrestag von Tschernobyl sind die Schrecken und verheerenden Folgen der Atomkatastrophe nicht überwunden, sondern  durch die erneute Katastrophe von Fukushima in hohem Maße intensiviert worden. Das verstrahlte Gebiet in der Ukraine ist weiterhin unbewohnbar und die Leiden der dort lebenden Menschen aufgrund genetische Schäden, Missbildungen und Erkrankungen infolge der hohen Strahlenbelastung, nehmen kein Ende. 



Gerademal 26 Jahre nach dem Unfall ist der riesige Sarkophag des havarierten Atomkraftwerkes, der mit dem Leben unzähliger, (geschätzt 50.000) sogenannter Liquidatoren  bezahlt wurde, aufgrund der andauernden hohen Strahlenbelastung gefährlich brüchig geworden und es muss eine neue Schutzhülle gebaut werden. An den dafür zur Zeit veranschlagten Kosten von 1 Milliarde Euro,  wird sich auch Deutschland beteiligen.

In Zeiten, in denen  Tschernobyl und Fukushima deutlich die Grenzen des Machbaren aufgezeigt haben, mutet einen der aktuelle Vorstoß der atomophilen EU-Partner Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien,  die Förderung der Atomtechnik in gleicher Weise wie die Erneuerbaren Energien anzustreben, und in Brüssel gleichermaßen wie die Wind- und Solarenergie subventionfähig zu machen, fast wie ein bitterböser zynischer Scherz an.

Als Zeichen des Widerstandes, Mahnung, Aufrüttlung, Erinnerung und dem Gedenken der Opfer von Tschernobyl wird am 26. April 2012  das BA-BI-MOBIL als  "Mobiles Zwischenlager BELLA"  auf  Georg-Wichtermann-Platz mit themenbezogenen Plakaten in Schweinfurt auf den 26. Jahrestag des SuperGAUs aufmerksam machen.

Ab 16 Uhr sind am Infostand Materialien zum Thema Atomausstieg, Gesundheitliche Folgen der AKWs, Erneuerbare Energien, Energiewende, und Energiesparen erhältlich.

Christoph Kirchner zeigt einen Dokumentarfilm über die letztjährige Anti-Atom-Demo zum 25. Tschernobyl-Jahrestag, bei der 15.000 Teilnehmer in Bergrheinfeld den Ausstieg aus der lebensfeindlichen Atomwirtschaft forderten.

Um 18 Uhr  Beginn der  Mahnwache des Schweinfurter Aktionsbündnisses mit:

einem Redebeitrag von Erich Waldherr (Energiereferent der Kreisgruppe des Bund Naturschutzes, Schweinfurt),

nachdenklichen Texten von Babs Günther (Sprecherin des SW Aktionsbündnis gegen Atomkraft)

der Vorstellung von Messgeräten für radioaktive Strahlung durch Mitglieder der Bürgeraktion Müll und Umwelt

und musikalischen Beiträgen durch  Daniel Knoche, Leo Schabe und Paul Petersen von  "Die klassische Alternative"

wenn die Witterung es zulässt  wird das fast 80 m lange BA-BI-Störfallbanner mit den Meldepflichtigen Ereignissen, das Gefahrenpotential des nahen AKWs Grafenrheinfeld visualisieren.

Wir bitten unsere Mitglieder und die örtlichen Atomkraftgegner am Donnerstag, dem 26. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl auf dem Georg-Wichtermann-Platz gemeinsam der Opfer zu gedenken und zusammen zu trauern.

Bitte nutzt die Gelegenheit zum Informationsaustausch, signalisiert mit eurer Anweseneit öffentlich die Ablehnung der Atomenergie und protestiert lautstark und mit euer Unterschrift gegen die Subventionierung der Atomenergie durch die EU, - am Stand oder Online


"Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft veranstaltet Mahnwache
Für viele Menschen, die die Zeit nach der atomaren Katastrophe von Tschernobyl bewusst miterlebt haben, sind die Erinnerungen lebendig: die Ungewissheit über den Grad der Bedrohung und der Auswirkungen der radioaktiven Strahlung; das teils hilflose, teils unverantwortliche Handeln von Behörden und Politikern, die Gefühle der Ohnmacht und der Angst. Die  Erkenntnis, dass radioaktive Strahlung nicht an Landesgrenzen halt macht, wurde messbar.
Für die Menschen in der atomar verseuchten Region dauert die Katastrophe an - sie ernähren sich weiterhin von kontaminierten Lebensmitteln, sind bereits erkrankt oder haben ein hohes Risiko für Krebserkrankungen, wg. der Erbgut schädigenden Wirkung der radioaktiven Stoffe wurden bereits viele Kinder mit spezifischen Behinderungen und Erkrankungen geboren. Die Hülle um den strahlenden Sarkophag des Atommeilers ist rissig und droht einzustürzen - eine neue aufwändige Umhüllung muss gebaut werden. Tschernobyl steht für eine ungeahnte volkswirtschaftliche, Gesundheits- und Umweltkatastrophe, es steht für die psychische und physische Belastung der direkt betroffenen Menschen, es steht für Leid und zerstörte Biographien.
Mit der atomaren Katastrophe von Fukushima, die am 11.März 2011 begonnen hat und weiterhin andauert, wurde erneut deutlich, wie unvorstellbar gefährlich der Betrieb von Atomkraftwerken ist - wie hilflos die Menschen im Katastrophenfall sind. Es wurde wieder deutlich, dass die Bevölkerung nicht adäquat vor der radioaktiven Strahlung und deren Auswirkungen  geschützt werden kann! Im Gegenteil - durch Erhöhung der Grenzwerte für radioaktive Strahlung wurden die Menschen in Japan von der dortigen Regierung und ihren Behörden vorsätzlich gefährdet. Die Betreiberfirma der havarierten Reaktoren ist pleite - die Rechnung zahlt wie immer die Bevölkerung.
Mit der Mahnwache "Tschernobyl mahnt - 26. Jahrestag: 26. April 2012" will das Schweinfurter Aktionsbündnis den Opfern der Katastrophe gedenken und deutlich machen, dass die Gefährlichkeit der Atomenergie den zügigen Ausstieg aus dieser Art der Energiegewinnung unbedingt erforderlich macht - weltweit! Durch diesen Irrweg  sind bereits immense Schäden entstanden, das Problem des Atommülls, der mit jedem Tag, an dem AKWs weiter betrieben werden, zunimmt , wird auch die Nachfolgegenerationen belasten und gefährden. 26 Jahre nach Tschernobyl ist die Forderung nach dem endgültigen AUS für Atomkraft aktueller denn je!"