Willkommen im Blog

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Die BA-BI Schweinfurt ist der Zusammenschluß der seit 1972 bestehenden Bürgeraktion Umwelt- und Lebensschutz u. der - nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl - 1986 entstandenen Bürgerinitiative gegen Atomanlagen. Wir kämpfen für den sofortigen Ausstieg aus der Atomwirtschaft, jetzt nach der Abschaltung "unseres" im 5 km Radius zur Stadt Schweinfurt gelegenen AKW Grafenrheinfelds für einen gesicherten Rückbau und engagieren uns aktiv für die Energiewende.
----- KKG Stilllegung und Rückbau - Einwendungen möglich bis 27.7.2016- Stellungnahme zum Ergebnis der Entlagerkommission
http://schweinfurt-ba-bi.blogspot.de

Mittwoch, 1. Februar 2012

Mobiles ZwischenEndlager: " KKG BELLA " ........Wie - Wo - Warum........

Gut platziert, und beachtet, steht der als  Mobiles ZwischenEndlager BELLA   konzipierte BA-BI Hänger nun auf den Parkplätzen vor dem Sportheim in Schwebheim und versinnbildlicht  auf  seine besondere Weise, die ungelöste Frage  "Wo hin damit" und damit die gesamte Problematik der hoch radioaktiv verseuchten Müllberge.

Als MOBILES KKG BELLA entlarvt es die hilflos auf 40 Jahre festgesetzte Brennelementezwischenlagerung, - angesichts  bisher weltweit fehlender sicheren Endlagerung- und Endsorgungsmöglichkeiten , -  für die  Dauer von Jahrmillionen!

Der mit Atommüll bestückte Hänger veranschaulicht durch sein ständiges Umherziehen und Verschieben, die endlos herum pilgernden Castoren auf der Suche nach einem erlösenden Mekka.
Er kommuniziert in seiner Manier die skurril anmutenden Lösungsansätze der Atomsemiotiker, wie 30.000 Generationen nach uns, vor uns  - und unseren strahlenden Atomgruften gewarnt werden sollen.
Dieses "streckenweise verrückte" BELLA  führt uns   - Mauer hin, Mauer her, - die Schutzlosigkeit der  in Leichtbauweise erstellten Castorengarage in Grafenrheinfeld, vor Augen.
Es demaskiert  das real vorhandene Gefahrenpotential der in unmittelbarer Nähe zur Stadt Schweinfurt  geparkten, max. möglichen "88xTschernobyl-Behälter" im originären KKG BELLA

- und, spiegelt nicht zuletzt auch den blanken Hohn der Betreiber,  eine terrorgefährdete atomare Müllhalle manipulativ im wahresten Sinne des Wortes "beschönigend", als italienische Schönheit "BELLA" zu bezeichnen.

Als Gedanken- und Kommunikationsanstoß,  mahnt das "BA-BI-BELLA"  an wechselnden Plätzen in Schweinfurt sowie den umliegenden Ortschaften, präsentiert unseren Widerstand, und  wird  bei Demonstrationen und Aktionen rund um das KKG Grafenrheinfeld und seinem Brennelementebehälterlager BELLA, von uns jeweils möglichst umweltfreundlich mitgeführt.

Nach seinem ersten Einsatz 2011 auf der Herbstdemo mit Pauken und Trompeten, signalisierte der mit 3 "Castoren" bestückte Hänger am  Schweinfurter Hauptbahnhof  mehrere Wochen zeitnah die Solidarisierung mit dem Wendland und machte die strahlende Gefahr und Nähe dieser Schienentransporte transparent.
Seit einigen Tagen  steht unser "BELLA-MOBIL", nun in der Nachbargemeinde Schwebheim und harrt genau wie sein unverrückbares  Pendant KKG BELLA, das unbe"schön"igt gerne als BEBL bezeichnet wird,  der in nächster Zeit  vorgesehenen geheimen "Ertüchtigungsmaßnahmen"


 
Der neue Standort ist natürlich kein Zufall,  denn der umweltpolitisch höchst engagierte 1. Bürgermeister von Schwebheim Hans Fischer, spricht eine deutliche Sprache wenn es um das nahgelegene Atomkraftwerk Grafenrheinfeld geht. So forderte er letztes Jahr in einem offenen Brief  Bundeskanzlerin Angelika Merkel auf, sich für eine  Sicherung des Kernkraftwerkes Grafenrheinfeld und der  "besseren Betonscheune" sprich dem Brennelementebehälterlager "BELLA" gegen  die Übungsflüge der militärischen Kampfjets der US-Streitkräfte, einzusetzen. Eine Antwort auf seinen Brief bekam Hans Fischer nicht.

Die zwei, zur Erhöhung der Sicherheit  als "Ertüchtigungsmaßnahmen" avisierten halbhohen, etwas ominös anmutenden  Mauern an den Längsseiten des Grafenrheinfelder "BELLA"s,  werden das Problem eines Flugzeug-Absturzes oder eines Terrorangriffes aus der Luft  nicht lösen, (- aber vielleicht beißen sich ja Hacker die Zähne an den Mauern aus.....).

der offene Brief von Hans Fischer im Original
 
Übungsflüge über dem Kernkraftwerk Grafenrheinfeld


Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

ein Zeitungsartikel in der „Mainpost“, über die Aussage des Verteidigungsministeriums, ist Auslöser dieses offenen Briefes an Sie. (Der Artikel liegt in Kopie bei.) Hier werden Übungsflüge, die von militärischen Kampfjets der US-Streitkräfte durchgeführt wurden, gerechtfertigt und gleichzeitig angekündigt, dass diese Vorgehensweise auch weiter praktiziert werden soll.

Ich bin Bürgermeister von Schwebheim, einer Gemeinde die 5 km östlich des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld liegt. Die Ängste der Bevölkerung nehme ich sehr ernst und verstehe auch den Unmut, den solch ein Handeln und die Aussage des Verteidigungsministeriums auslöst.

Es kann doch nicht sein, dass ein Atomkraftwerk Anflugziel von Kampfflugübungen ist.
Ist es schon vergessen, dass 1985 ein Phantom der Bundeswehr nur 3 km vom Atomkraftwerk abgestürzt ist?

Ist es nicht bekannt, dass seit dem 01.03.2006 ein Atomzwischenlager am Standort Grafenrheinfeld in Betrieb ist? In Form einer besseren „Betonscheune“, die in keiner Weise gegen Flugzeugabstürze gesichert ist.

Ist das Datum 11. September 2001 schon in Vergessenheit geraten? Kann niemand nachempfinden, welche Angst dieses Handeln bei den Anwohnern um ein Atomkraftwerk auslöst?

Sind wir denn noch ein von den Amerikanern besetztes Land dass die amerikanischen Einheiten, gerade an einem so hoch gefährlichen Objekt, Flugübungen durchführen müssen?

Wenn ich sehe welche Angst gerade Amerika vor Terroranschlägen hat, kann man dieses Handeln, dass sie hier bei uns in Deutschland an den Tag legen, nicht verstehen.

Die Aussage des Verteidigungsministeriums, dass 600 m Höhe und 1.500 m Seitenabstand immer eingehalten waren und daher zu keiner Zeit keine Gefahr bestand, ist schlichtweg menschenverachtend und verkennt das große Gefahrenpotential, das hier zusätzlich durch solche Flugmanöver ausgelöst wird.

Wie soll man Vertrauen in die Politik bekommen, wenn die Sicherheitsvorsorge so mit Füßen getreten wird. Die Menschen, die in der Nähe solcher kerntechnischen Anlagen leben müssen, haben an sich schon ein viel höheres Risiko zu tragen. Muss man dies mit unverantwortlichen militärischen Übungsflügen noch herausfordern?
Ich möchte Sie bitten, sich bei unseren „Verbündeten“ aber auch im eigenen Verteidigungsministerium dafür einzusetzen, dieses sträfliche Vorgehen einzustellen.

Der Krug sollte nicht so lange zum Brunnen gehen bis er bricht.
Hier wäre der politische Wille ausreichend, um ein an sich schon sehr hohes Gefahrenpotential nicht noch weiter zu erhöhen.

Ich halte nichts von der Argumentation vieler Gemeinden und Landkreise, dass hier bei uns keine Zuständigkeit liegt und ich fühle mich verpflichtet, mich zu Wort zu melden. Denn sollte eine Katastrophe eintreten sind wir es die dann in die Pflicht genommen werden, um uns um unsere Bevölkerung zu kümmern.

Ein Abdruck dieses Schreibens geht an alle Stimmkreisabgeordneten und an das Verteidigungsministerium.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Fischer
1. Bürgermeister

siehe auch den Artikel der Mainpost Kampfjets ueber Atomkraftwerk, Schwebheim appelliert an Merkel   und   Mauern-um-die-Zwischenlager


PS: Wer  gut sichtbare  Standorte in Schweinfurt oder den umliegenden Dörfern kennt und/oder uns beim Weitertransport oder Überwachung des Hängers unterstützen  kann, meldet sich bitte unter gaby.gehrold@gmx.de oder Schraml-Feyh@t-online.de - wäre prima.