Willkommen im Blog

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Die BA-BI Schweinfurt ist der Zusammenschluß der seit 1972 bestehenden Bürgeraktion Umwelt- und Lebensschutz u. der - nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl - 1986 entstandenen Bürgerinitiative gegen Atomanlagen. Wir kämpfen für den sofortigen Ausstieg aus der Atomwirtschaft, jetzt nach der Abschaltung "unseres" im 5 km Radius zur Stadt Schweinfurt gelegenen AKW Grafenrheinfelds für einen gesicherten Rückbau und engagieren uns aktiv für die Energiewende.
----- KKG Stilllegung und Rückbau - Einwendungen möglich bis 27.7.2016- Stellungnahme zum Ergebnis der Entlagerkommission
http://schweinfurt-ba-bi.blogspot.de

Dienstag, 18. Oktober 2011

"Mit Pauken und Trompeten"
29.Oktober 2011
Demo am AKW Grafenrheinfeld


Initiiert von der BA-BI, geht in alter Tradition ihrer Herbstdemos, die diesjährige Veranstaltung 
"Mit Pauken und Trompeten" wieder einmal direkt zum AKW Grafenrheinfeld.

Unter dem Motto  "Euer Nonsens ist kein Konsens! AKW Grafenrheinfeld abschalten" ruft die BA-BI Schweinfurt,  Bündnispartner im SW- Aktionsbündnis gegen Atomkraft - in Verbindung mit dem neuformierten Zusammenschluß Energiewende Unterfranken -  ihre Mitglieder sowie die Schweinfurter Bevölkerung herzlich auf, ihren Unmut mit möglichst vielen "Klangkörpern" öffentlich kundzutun,  und den Protest "lautstark" vor Ort zu Gehör zu bringen,

siehe Pressemitteilung des Aktionsbündnisses:

Das SW Aktionsbündnis gegen Atomkraft lädt die Bevölkerung sehr herzlich zur Teilnahme an der Demo ein; bitte nach Möglichkeit Fahrgemeinschaften bilden, Parkmöglichkeiten unter der neuen Brücke zwischen Bergrheinfeld und Grafenrheinfeld bzw. Parkplatz an der Kulturhalle Grafenrheinfeld;  Busverbindung Linie 91 - Abfahrt SW Hauptbahnhof um 12.29 Uhr bzw. um 12.45 Uhr.

Ein unterfränkisches Bündnis von mehr als 15 Organisationen "Tschernobyl-Aktionsbündnis" hatte sich gemeinsam mit dem "SW Aktionsbündnis gegen Atomkraft" zusammengefunden für die Planung und Durchführung der großen Anti-Atom-Demo in Bergrheinfeld am 25.04.2011. Anlass war der 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl; während der intensiven Vorbereitungsarbeiten wurde die Welt am 11.03.2011 erschüttert durch die Natur- und Atomkatastrophen in Japan: Fukushima hat noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass Atomkraft eine sträflich riskante, nicht zu beherrschende Form der Energiegewinnung darstellt.
15000 Menschen haben sich bei der bislang größten Demo am AKW Grafenrheinfeld eingefunden, um der vielen Opfer der Atomkraft zu gedenken und unmissverständlich den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft zu fordern: AKW abschalten - in Grafenrheinfeld und überall lautete die Forderung.

Mittlerweile wurde in Deutschland einmal mehr ein Atomausstieg festgelegt. Acht Atomreaktoren sind (und sollen es bleiben) vom Netz - so groß die Freude über diesen Erfolg ist, so bedenklich stimmt das "SW Aktionsbündnis gegen Atomkraft" und die anderen atomkritischen Organisationen, dass sich der Ausstieg bis ins Jahr 2022 hinziehen soll - ohne dass es für diesen langen Weiterbetrieb der Meiler sicherheitsrelevante Nachrüstungen gibt. Auch in Deutschland wird der Bevölkerung also weiterhin ein inakzeptables Risiko durch das gefährliche Spiel mit dem radioaktiven Feuer aufgebürdet.
Das erhöhte Leukämierisiko in AKW-Nähe, der Raubbau an Natur, Arbeitern, Bevölkerung beim Uranabbau,  die ungeklärte Atommüllllagerung geschweige denn Endlagerung, das zunehmende Sicherheitsrisiko der überalterten Atomanlagen, die nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und  Technik entsprechen, Hermesbürgschaften für Atomanlagen, neue Castortransporte : all das motiviert atomkritische Menschen, sich weiterhin gegen Atomkraft einzusetzen bzw. den sofortigen Atomausstieg zu fordern.

Die oben genannten Gruppierungen haben einen lockeren Zusammenschluss im Bündnis "Energiewende Unterfranken" festgelegt, um auch weiterhin zusammenzuarbeiten und gelegentlich Aktionen zu veranstalten. Als Ziel hat man sich der Forcierung des Umstiegs hin zu 100 prozentiger Nutzung   Erneuerbarer Energien im Bezirk Unterfranken verschrieben.
In Anlehnung an die Anti-Atom-Herbstdemos, die in der Vergangenheit von der Schweinfurter Anti-Atom-Organisation BaBi veranstaltet wurden, wird es nun am Samstag, 29.10.2011 eine Demo am AKW Grafenrheinfeld geben - veranstaltet von "Energiewende Unterfranken"
Das Motto lautet:  "Euer Nonsens ist kein Konsens! AKW Grafenrheinfeld abschalten - SOFORT! Für eine nachhaltige Energiewende!"
Um 13.00 Uhr ist am Marktplatz in Grafenrheinfeld Treffpunkt für die umweltbewussten und atomkritischen TeilnehmerInnen. Von dort beginnt Mit "Pauken und Trompeten" der Protestmarsch zum Kundgebungsplatz am AKW. Alle sind eingeladen, ihren Forderungen zum Abschalten Jetzt! und ihrem Protest gegen Atomenergie auch lautstark Ausdruck zu verleihen! Beworben wird die Demo unterfrankenweit.

Da der 29.10. auch der bundesweite Castor-Aktionstag ist, ( im Vorfeld der Großdemo am Samstag, 26.11. um 12.20 Uhr in Dannenberg - gegen den geplanten Castortransport nach Gorleben und den Ausbau des dortigen maroden Salzstocks als Zwischenlager) wird auch der Widerstand gegen Castor-Transporte und das Endlagerprojekt Gorleben verdeutlicht werden! Zusammen mit dem Protest wird also auch jede Menge "Atommüll" symbolisch vor die Tore des AKW Grafenrheinfeld und des dortigen Atommülllagers getragen.

Kundgebungsbeginn am AKW ist um 14.30 Uhr. Als Hauptredner konnte Jochen Stay gewonnen werden. Jochen Stay, 45 Jahre , ist Friedensaktivist, Umweltaktivist und Publizist. Seit 1980 ist er außerparlamentarisch politisch tätig, seit 26 Jahren streitet Stay für den Atomausstieg! Bis 2008 war er Sprecher der Initiative x-tausendmal quer, einer der größten Gruppen innerhalb der deutschen Anti-Atom-Bewegung. Mittlerweile ist Jochen Stay Sprecher von ".ausgestrahlt - gemeinsam gegen atomenergie". .ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation und Mitmach-Kampagne; organisiert den Protest gegen Atomkraft und unterstützt AtomkraftgegnerInnen durch vielfältige Hintergrundinformationen, durch Materialien und Aktionsangebote. Aus den Reihen des SW Aktionsbündnis gegen Atomkraft wird es einen Redebeitrag zur Situation vor Ort und den Forderungen des Bündnis geben.